Chefsessel zu besetzen! Wie Unternehmen die passenden Führungskräfte finden

Bei der Besetzung von Stellen auf Geschäftsführungsebene reichen Lebenslauf, Zeugnisse und ein Schema-F-Vorstellungsgespräch nicht aus, um geeignete Kandidaten ausfindig zu machen. Personalberater nehmen sich im Rahmen der professionellen Board Search viel Zeit, potenzielle Kandidaten genau kennenzulernen und nutzen dabei auch ihr persönliches Netzwerk, um Kunden passende Aspiranten zu vermitteln.

Ein Geschäftsführer oder Vorstandsmitglied ist Träger der Unternehmenskultur. Er muss nicht nur die erforderlichen beruflichen Erfahrungen mitbringen, sondern auch persönliche Qualifikationen und Charaktereigenschaften wie Integrität, Verantwortungsbewusstsein und Weitsicht. Er sollte unabhängig sein, in keinerlei Interessenkonflikten stehen und auch in Krisen seine Souveränität unter Beweis stellen können. All dies erfordert eine professionelle und intensive Kandidaten-Suche, für die den meisten Personalabteilungen keine Kapazitäten zur Verfügung stehen.

Doch auch Kandidaten, die für die entsprechende Position geeignet wären, sind häufig dankbar, wenn eine „dritte Instanz“ dazwischengeschaltet ist. Sie schätzen es, wenn sich jemand die Zeit nimmt und unter anderem nach Motiven für die berufliche Veränderung fragt ­– oder auch, warum das ein oder andere Angebot nicht attraktiver als die derzeitige Position ist. „Viele unserer Kandidaten, die  für Vakanzen im geschäftsführenden Bereich infrage kommen, befinden sich nicht auf der Suche oder würden nicht auf eine Ausschreibung reagieren, unter anderem, weil sie wissen, dass solche Stellen häufig ohnehin längst intern besetzt sind“, berichtet Lars Seemann, Personalberater und Inhaber von umaris, aus seiner Erfahrung. „Eine unserer Kernkompetenzen ist, diese ‚stillen Wasser‘ ausfindig zu machen und sie für eine Vakanz zu begeistern.“ Auch wenn es nicht gleich klappt, pflegt Seemann oft jahrelangen Kontakt zu Spitzenkräften, beobachtet ihre berufliche Entwicklung und hakt nach, wenn sich der Wunsch nach Veränderung abzeichnet.

Für Personalberatungen wie umaris gehört absolute Diskretion zum Geschäft. Dennoch ist ein Headhunter kein Geheimagent: „Wir haben noch nie jemanden auf einen Autobahnparkplatz bestellt, um Top-Secret-Gespräche zu führen“, so Sarah Koch, Personalberaterin bei umaris. Seriosität, Geradlinigkeit und manchmal auch ein wenig Bescheidenheit sind das, was Kunden schätzen. „Es müssen uns sowohl Bewerber als auch unsere Kunden zu einhundert Prozent vertrauen können“, betont Koch. „Wenn wir wissen, für diese Vakanz werden wir keinen geeigneten Kandidaten finden, dann sind wir so ehrlich und lehnen einen Auftrag auch mal ab.“

Aus diesem Grund agieren gute Personalberatungen in ausgewählten Bereichen. Umaris beispielsweise hat sich im Laufe der Jahre auf die Branchen Defense, Industrie, Medizin, Informationstechnologie, erneuerbare Energien und Dienstleistungen spezialisiert. „Hier kennen wir alle spezifischen Strukturen und können punktgenau personelle Lösungen finden – und zwar weltweit“, so Koch.