Pressemitteilung: Young Professionals am Rande des Nervenzusammenbruchs

Viel Verantwortung, wenig Erfahrung: Wie Unternehmen Studienabgänger ködern und ausbeuten

Ein Einstiegsgehalt von  38.000 bis 60.000 Euro – wer wünscht sich das nicht? „Viele Studienabgänger sehen keinen Grund, bei derart lukrativen Jobofferten nicht sofort zuzuschlagen“, weiß Lars Seemann, Personalberater und Geschäftsführer von umaris. Bei einigen  Unternehmen gibt es zusätzlich zum attraktiven Gehalt noch einen höherklassigen Firmenwagen, ein schickes Mobiltelefon und andere Vergünstigungen on Top. Was auf den ersten Blick großzügig scheint, bedeutet für Unternehmen letztendlich jedoch einen geringeren finanziellen Aufwand als die Einstellung einer älteren erfahrenen Fachkraft. Zudem sind junge Akademiker allgemein hochmotiviert, lernbereit, seltener krank und weniger gut kündigungsgeschützt.

Was die meist kaum praxiserfahrenen Studienabgänger leisten müssen, ist teilweise allerdings enorm. Da das Pensum in der regulären Wochenarbeitszeit kaum zu bewältigen ist, sind Überstunden und Arbeiten am Wochenende keine Ausnahme. Hinzu kommen im vielen Fällen zahlreiche Außendiensttermine.  „Das bedeutet unter Umständen ein Leben im Auto  – und zwar mit voller Verantwortung“, erklärt Seemann.  Die Folge: Viele Young Professionals arbeiten bis zur Erschöpfung und erleiden häufig bereits mit Anfang 30 ein Burnout. Dies spiegeln unter anderem Studien verschiedener Krankenkassen wider. „Nachhaltige Unternehmensführung funktioniert anders“, bilanziert Seemann.  „Wir raten Kunden, bei  der Stellenplanung langfristig und sachgemäß zu denken. Studienabgänger wiederum sollten solche Lock-Angebote überdenken und sich gegebenenfalls lieber für einen etwas weniger hochdotierten Job entscheiden, bei dem sie unter professioneller Begleitung Schritt für Schritt aufgebaut und nicht verheizt werden.“